Favoriten-Erfolg im 64. Mehl-Mülhens-Stiftung – Preis von Europa; Goliath brilliert mit Christophe Soumillon für Trainer Francis-Henri Graffard. 12.000 Besucher erleben den größten Renntag des Jahres in der Domstadt.
Die Frage nach dem Sieger im 64. Preis von Europa hat der vom französischen Spitzentrainer Francis-Henri Graffard vorbereitete Wallach Goliath eindrucksvoll beantwortet. Unter dem belgischen Weltklassejockey Christophe Soumillon hat der in den Rennfarben des Stalles Ullmann (1,5:1) angetretene Wallach das bedeutendste Kölner Rennen der Saison (Gruppe I, 2.400 Meter, 155.000 Euro Preisgeld) gewonnen. Goliath wurde vom Gestüt Schlenderhan (Bergheim) gezüchtet. Der Wallach steht im Besitz von Resolute Bloodstock und Philipp Baron von Ullmann.
Für das französische-belgische Siegerteam Francis-Henri Graffard und Jockey Christophe Soumillon war es ein überlegener Start-Ziel-Erfolg. Auf den Plätzen zwei und drei endeten der englische Gast Dubai Honour (Tom Marquand) vor dem besten deutschen Vertreter Hochkönig (Leon Wolff). Der Derbysieger von 2025 zeigte die beste Leistung seit seinem Sieg im Blauen Band. 12.000 Besucher erlebten einen stimmungsvollen Höhepunkt der Kölner Turfsaison, der auch als World Pool-Rennen in 27 Länder auf der Welt übertragen wurde. Neun Galopprennen fanden beim größten Renntag des Jahres im Weidenpescher Park statt.
Stimmen zum 64. Mehl-Mülhens-Stiftung – Preis von Europa, Gr.1:
Christophe Soumillon, Jockey von Goliath: „Es wollte keiner das Tempo machen, dann sind wir eben nach vorne gegangen. Das Pferd macht einfach große Freude.“
Francis-Henri Graffard, Trainer von Goliath: „Er ist das Maskottchen unseres Stalles. Jeder mag ihn, nicht zuletzt wegen seines Hahnenschritts. Goliath muss das Heft in der Hand halten und frei galoppieren, deshalb ist der Jockey nach vorne gegangen. Er hat weltweite Optionen demnächst.“
Trainer Waldemar Hickst Eins/Zwei im Auftakt-Rennen
Traumeinlauf für den Kölner Trainer Waldemar Hickst bei den Zweijährigen. Im Eröffnungsrennen des Kölner Preis von Europa-Renntages gab es einen überlegenen Erfolg von Nightdance Attack (Rene Piechulek) vor Stallgefährtin Sylvie (Sibylle Vogt). Der auf der Kölner Heimatbahn trainierte Sieger steht im Besitz des Dortmunders Unternehmers Michael Wachowitz.
Fortuna Diamond glänzt in der Dinger`s Gartencenter Köln – Sprint Trophy
Mit Fortuna Diamond (5,8:1) unter Jockey Martin Protti gewann eine Stute aus Frankreich in der Dinger`s Gartencenter Köln – Sprint Trophy, Gruppe 3 über 1.400 Meter. Die für das weltweit agierende Vollblutimperium von Scheich Mohammed Al Maktoum angetretene Night of Thunder-Tochter aus dem Quartier von Trainer Henri-Alex Pantall (Beaupreau) hatte sich Mitte der Zielgeraden in Front gekämpft und gab den einmal errungenen Vorteil nicht mehr ab. Auf den Plätzen folgte der noch schnell werdende Favorit Loucas (René Piechulek) vor Bacarda (Eduardo Pedroza). Für Siegjockey Martin Protti war es gleichzeitig der erste Erfolg in einem europäischen Gruppe-Rennen.
Englischer Erfolg durch Martinet im Winterkönigin-Trial
Die Siegerin im Kölner Winterkönigin-Trial heißt Martinet (2,2) aus dem englischen Denford-Stud. Mit dem Klassejockey Luke Morris im Sattel gewann die Favoritin im Feld das mit 30.000 Euro dotierte Listenrennen über 1.500 Meter. Trainer von Martinet ist Sir Mark Prescott aus dem englischen Newmarket. Siegreiter Luke Morris resümiert: „Die schnelle Bahn kam uns heute sehr entgegen. Eine feine Stute, die ihren Weg machen wird.“
Zweite und Dritte wurden Gypsy Princess (Leon Wolff) vor Dalmera (Thore Hammer-Hansen) aus dem Weidenpescher Stall von Trainer Henk Grewe.
Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner Renn-Vereins, resumiert:
„Der Kölner Renn-Verein ist der Mehl-Mülhens-Stiftung sehr dankbar für die erneute Übernahme des Traditionstitels Preis von Europa. Beim größten Renntag des Jahres wurden unsere Hauptereignisse im Rahmen des WORLD POOLS in 27 Ländern live übertragen und auch die Stimmung auf unserer Galopprennbahn war großartig. Wir freuen uns schon jetzt auf den Preis des Winterfavoriten am 11.Oktober.“
AUSBLICK:
Mit dem Preis des Winterfavoriten, Gr 3, steht der nächste Hochkaräter für Sonntag, den 11. Oktober, an. Das wichtigste Zweijährigen-Rennen des Landes ist mit 155.000 Euro dotiert und führt über 1.600 Meter. Mit dem großen Saisonfinale am Samstag, den 31. Oktober, endet die Kölner Galoppsaison 2026 in Köln – Weidenpesch.



